Tag 6 – Von Birresborn bis Trier und nach Hause

Nach einem ausgiebigen Frühstück („Iss dein zweites Ei.“) packten wir unsere sieben Sachen zusammen. Ich polsterte meinen Sattel noch mit einem Stück Luftpolsterfolie das mir Onkel Paul dankenswerterweise gab, so sollte ich die letzten 69 km überstehen. Nach der Verabschiedung rollten wir den Hausberg hinunter und sagten Birresborn „Bis bald!“.

Über den Kylltalradweg ging es zunächst Richtung Bitburg. Die weltbekannte Bierstadt liegt erhöht auf halben Weg nach Trier. Einige Male war der Radweg wegen Hochwasserschäden gesperrt, weil z.b. eine Radbrücke weggeschwemmt war. Die im Tal sonst viel befahrene Eifelstrecke der Bahn ist für vermutlich 1 Jahr ausser Betrieb. Oft sahen wir unterspülte Gleise oder Bäume die auf der Strecke lagen.

In Bitburg machten wir eine Kaffeepause und sammelten unsere Kräfte für den restlichen Weg. Wir lagen gut in der Zeit, der Miettransporter war auf 14 Uhr reserviert. Wieder zeigte sich das Wetter von seiner guten Seite. War beim Frühstück noch alles in dichtem Nebel gehüllt, so brach kurz danach die Sonne durch und machte einem den Abschied noch schwerer.

Das ist die Eifel

Es ging nochmal ordentlich auf und ab, so dass Papas E-Motor wieder eine Kühlpause brauchte. Hinter Bitburg verließen wir den Kyllradweg und fuhren oft auf kleinen Wegen oder auch mal Landstraßen. Nach einem letzten steilen Anstieg kam am Horizont Trier in Sicht. Wir warfen einen letzten Blick zurück zur Eifel und rasten auf einer Bundesstraße (mit Radweg) ins Moseltal.

Ein letzter Blick zurück
Blick auf Trier

In Trier ging es noch 5 km eben am Wasser entlang zu einem Industriegebiet wo die Sixt-Niederlassung war. Hier endete unser sechster Radtag.

Die letzte Strecke
Das letzte Profil

Wir bekamen einen Renault-Transporter, verstauten die Räder auf der Ladefläche und los ging es. 6 Stunden und 500 km später – der Verkehr war gut – erreichten wir Höchstädt. Die Wiedersehensfreude war natürlich groß und es gab direkt einen guten Leberkäs zum Stärken. ?

Den Transporter brachten Irene und ich noch direkt abends nach Bayreuth und das Leihrad Papa und ich am nächsten Tag nach Marktredwitz. Und so endete dann unsere Tour endgültig.

Fazit:

Insgesamt sind wir (mit den üblichen kleinen Umwegen und Extrawegen) 600 km geradelt. Darauf sind wir durchaus stolz, betrachtet man meinen Trainingszustand und Papas Alter ? Das Wetter spielte eigentlich gut mit. Es war nicht zu warm, wir hatten nur zwei mal Regen für kurze Zeit und der Gegenwind war auch nur an manchen Tagen übel. Die benutzten Apps erfüllten ihren Zweck gut. „Komoot“ kannte ich vorher nicht. Die Navigation funktionierte bis auf einmal gut, die Aufzeichnung und Auswertung geht intuitiv. Ich hatte das Kartenpaket für 30 € gekauft und wir konnten die App dann auf zwei Geräten nutzen. Die kostenlose App „E-Station“ erfüllte auch ihren Zweck, dort suchte ich Ladepunkte an der Strecke. Die Unterkünfte suchte und buchte ich meist über die App von booking.com. Damit klappte das auch gut. Das Leihrad Cube Kathmandu war ansich gut (mir fehlen natürlich Vergleichsmöglichkeiten), nur der Sattel ist eine Zumutung.

Die gesamte Strecke
Das gesamte Profil

Am Ende bleiben noch die Danksagungen :

Danke an meinen Papa Matthias, dass er diese Tour mit mir gefahren ist!

Danke an meine Mutter Erika, dass sie das erlaubt hat und uns unterstützt hat.

Danke an meine Frau Irene, dass sie für die Zeit der Reise mit Johnny bei meiner Mutter geblieben ist.

Danke an Tante Monika und Onkel Jean-Paul dass sie uns beherbergt und verköstigt haben.

Und danke an alle, die hier mitgelesen, uns bestärkt und angefeuert haben!

Euer,

Stephan

4 Gedanken zu „Tag 6 – Von Birresborn bis Trier und nach Hause&8220;

  1. Lieber Matthias, lieber Stephan,

    das war spannend – Euch auf euren Wegen zu begleiten.
    Zumal ich einen Teil der Strecke schon gefahren bin und
    Erinnerungen aufkamen. Respekt vor Eurer Leistung
    und lasst euch jetzt mal ordentlich verwöhnen 🙂

    1. Lieber Theo,
      danke dass du mit uns gereist bist! Und natürlich lassen wir es uns jetzt erst einmal gutgehen 😉
      Liebe Grüße.
      Stephan

  2. Schön, dass Ihr gut zuhause seid.
    Und danke, dass wir über den Blog wieder hautnah dabei sein durften ?
    Der war wieder Klasse, Hut ab!
    Liebe Grüße Annette

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.